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Wimmis – das Dorf am Niesen

Wimmis – das Dorf am Niesen

Wasserversorgung

Gemäss kant. Gesetzgebung (Wasserversorgungsgesetz / Wassernutzungsgesetz) ist die Trink- und Löschwasserversorgung eine Gemeindeaufgabe. Die Gemeinden können diese Aufgabe entweder selber wahrnehmen oder an Dritte auslagern. Auch ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden ist möglich. Die Gemeinde Wimmis betreibt eine eigene Wasserversorgung. Die Gemeindeversammlung hat dazu ein Wasserversorungsreglemen 2010 Tarif 2014 neu  [PDF, 125 KB] erlassen. Es bestehen folgende Zuständigkeiten:

Pro Jahr werden aus den Quellfassungen Zünigwald und der Grundwasserfassung Augand rund 400'000 m3 (das sind 400 Millionen Liter) Trinkwasser von hervorragender Qualität gefördert. Davon wird die Hälfte in das Netz der Wasserversorgung Aeschi-Spiez eingespiessen. Die andere Hälfte wird über das eigene Leitungsnetz an die Endverbraucher verteilt. Während das Wasser aus den Quellfassungen von selbst in das Reservoir Spissen fliesst, muss das Grundwasser aus dem Augand rund 100 Meter hinauf gepumpt werden. Das Reservoir hat ein Fassungsvermögen von 1'000 m3 (1 Million Liter). Von dort aus wird es mit einem Maximaldruck von 10 Bar ins Leitungsnetz abgegeben.

Das Leitungsnetz ist mit Abstand der teuerste Bestandteil der Wasserversorgung. Da das gesamte Leitungsnetz unter hohem Druck steht, führen auch kleinste Schäden zu einem grossen Wasserverlust bzw. zu einem Versorgungsunterbruch. Das ursprüngliche Leitungsnetz wurde um die Jahrhundertwende erstellt, ist also über 100 Jahre alt. Die durchschnittliche "Lebensdauer" von Wasserleitungen beträgt 80 Jahre. In den letzten Jahren mussten daher zahlreiche Abschnitte erneuert werden. Auch in den kommenden Jahren sind grössere Investitionen ins Leitungsnetz geplant.

Gemäss Gesetzgebung ist Trinkwasser ein Lebensmittel. Entsprechend gelten strenge Vorschriften, welche durch den kant. Lebensmittelinspektor mittels Wasserproben periodisch überprüft werden. Daneben verfügt die Wasserversorgung Wimmis über ein eigenes Qualitätssicherungs-Konzept, was die dauernde Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser gewährleisten soll. Die Anlagen werden wöchentlich überprüft.

Die Wasserversorgung wird vollständig mit Gebühren finanziert. Steuergelder dürfen nicht verwendet werden. Neben einer einmaligen Anschlussgebühr bei Neu- und Ausbauten haben die Grundeigentümer eine jährliche Gebühr zu entrichten. Diese setzt sich zusammen aus einer Grundgebühr pro Einwohnergleichwert (Anzahl Zimmer +1) und einer Verbrauchsgebühr pro Kubikmeter Wasser. Ab 2011 beträgt die Grundgebühr pro EGW Fr. 30.--. Die Verbrauchsgebühr für 1'000 Liter Wasser in bester Qualität beträgt Fr. 1.10 - oder 0.11 Rappen pro Liter.

Links:
Wasserversorungsreglement 2010 Tarif_2014 neu  [PDF, 125 KB]
Ausfuehrungsverordnung Wasserversorgungsreglement 2010  [PDF, 16.0 KB]
Wasseranschlussbewilligung